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Infocenter
Online Marktforschung
Definition Markt- und Meinungsforschung
Unter Marktforschung versteht man die systematische und objektive
Gewinnung und Analyse von Informationen, die zur Erkennung und
Lösung von Problemen im Bereich des Marktes dienen.
Univ.Prof.Dr.Fritz Karmasin
Die Online-Forschung darf nicht losgelöst von der klassischen Markt-
und Meinungsforschung betrachten werden. Wie bei allen
Erhebungsmethoden, gibt es bei speziellen Zielgruppen und Themen
unterschiedliche Streuverluste.
Die Online-Forschung ist ein neues Erhebungs-Instrument, über
welches die Nutzer des neuen zukunftsträchtigen Mediums Internet
direkt kontaktiert werden können.
Sehr gut erreichbar sind die Zielgruppen von 14 Jahren bis ca. 50
Jahren ab mittlerer bis hoher Bildung. Durch spezielle Angebote für
Hardware, Software und Schulungsaktivitäten, steigt auch die
Internet-Affinität der älteren Personen ständig an. Personen +60
Jahre sind proportional ihrer Internet-Nutzung in den
Untersuchungen vorhanden.
Es gibt verschiedene Kontaktmöglichkeiten
- Per eMail die eigenen Mitarbeiter
- Per eMail die eigenen Kunden / Interessenten
- Per eMail aus einer vorhandene Befragungs-Community
- Per Kontakt die Besucher der eigenen Web-Site
- Per Zufall direkt (regional/überregional) aus dem Web kontaktiert
Erläuterungen zu den Kontaktmöglichkeiten
- Per eMail die eigenen Mitarbeiter
Um mehr Identifikation und Motivation am Unternehmen zu erzeugen, sollten in regelmäßigen Abständen
Mitarbeiterbefragungen durchgeführt werden. Nur punktuell in großen Abständen stattfindende Befragungen erzeugen nur
unnötige Diskussionen und schaden der Produktivität.
- Per eMail die eigenen Kunden / Interessenten
Von wem, wenn nicht von den eigenen Kunden und Interessenten bekommt man die wichtigsten Informationen
über die eigenen (auch neue) Produkte und/oder Dienstleistungen. Wirklich wichtige Probleme werden über
verschiedene Kommunikationskanäle (z.B. Aussendienst) gefiltert. Wenn der Kunde bei Ihrem Mitanbieter einkauft, ist
es zu spät.
- Per eMail aus einer vorhandene Befragungs-Community
Um neue Produkte, Logos, Diensteistungen u.s.w. vor der Entscheidung abtesten zu können, kann eine Studie bei einem
Mafo-Institut aus einer Befragungs-Community in Auftrag geben werden.
Beachten muss man dabei:
- Wie oft werden die Community-Mitglieder befragt? (Maximal 1 - 3 Mal pro Quartal)
- Werden die Community-Mitglieder dafür bezahlt? (Sind die Antworten ehrlich?)
- Seit wann macht das das Community-Mitglied? (Max. 2 Jahre sonst elitäre Bewertungen möglich.)
- Per Kontakt die Besucher der eigenen Web-Site
Je nach Anzahl der Besucher wird die Kontaktanzahl ermittelt. Es sollte mittels sanfter Vorgangsweise ein Kontakt
hergestellt werden. Besser eine Zufallsstichprobe, bei der nicht zu allen Besucher ein Kontakt hergestellt wird.
Doppelkontakte sollten größtmöglich vermieden werden (Besucher-Vertreibung).
- Per Zufall direkt (regional/überregional) aus dem Web kontaktiert
Bei den klassischen Erhebungsmethoden (Bevölkerungsbefragungen) ist man nach wie vor darauf
bedacht, den letzten Schritt der Zielpersonenbestimmung dem Zufall zu überlassen. Denn nur damit können zuverlässige
Auswertungen erstellt werden. Die Quotenmethode (Suche z.B. nach Alter, Geschlecht u.s.w.) ist nicht frei von subjektiven
Interviewerselektionen der InterviewerInnen (per Telefon, face to face Befr.), und ist daher die schlechtere Methode. Die
technischen Möglichkeiten der neuen Online-Befragungstechnologien (z.B. Spontanantworten -
einmalige zeitgesteuerte Kurzeinblendung von Logos, automatische Filterführungen, neutrale einmalige Kurz-Info bei
vergessener Antworteingabe u.v.m.) eröffnen gegenüber den doch sehr eingeschränkten Möglichkeiten der klassischen
schriftlichen Befragungsmethoden (keinerlei Interview-Steuerung) neue Einsatzbereiche der Markt- und
Meinungsforschung.
Kleines ABC der Marktforschung
Repäsentativität:
Bezieht sich immer nur auf die Definition der Grundgesamtheit; ODER: Jedes Teilchen der Grundgesamtheit muss
die gleiche Chance haben, in die Stichprobe zu gelangen.
Grundgesamtheit:
Ist die Summe aller gemeinsamen Merkmalsträger einer Studie.
Streuverlust:
Höhere Kosten durch schwer erreichbare Zielpruppe (Jaguar-Fahrer).
Freiwilligkeit:
Bei der Teilnahme und Beantwortung soll kein Zwang ausgeübt werden (mögliche Antwort-Verzerrungen).
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