19.11.2017 Suchmaschinen-Optimierung

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Online Marktforschung

Definition Markt- und Meinungsforschung

Unter Marktforschung versteht man die systematische und objektive Gewinnung und Analyse von Informationen, die zur Erkennung und Lösung von Problemen im Bereich des Marktes dienen.
Univ.Prof.Dr.Fritz Karmasin

Die Online-Forschung darf nicht losgelöst von der klassischen Markt- und Meinungsforschung betrachten werden. Wie bei allen Erhebungsmethoden, gibt es bei speziellen Zielgruppen und Themen unterschiedliche Streuverluste.

Die Online-Forschung ist ein neues Erhebungs-Instrument, über welches die Nutzer des neuen zukunftsträchtigen Mediums Internet direkt kontaktiert werden können.

Sehr gut erreichbar sind die Zielgruppen von 14 Jahren bis ca. 50 Jahren ab mittlerer bis hoher Bildung. Durch spezielle Angebote für Hardware, Software und Schulungsaktivitäten, steigt auch die Internet-Affinität der älteren Personen ständig an. Personen +60 Jahre sind proportional ihrer Internet-Nutzung in den Untersuchungen vorhanden.

Es gibt verschiedene Kontaktmöglichkeiten

  1. Per eMail die eigenen Mitarbeiter
  2. Per eMail die eigenen Kunden / Interessenten
  3. Per eMail aus einer vorhandene Befragungs-Community
  4. Per Kontakt die Besucher der eigenen Web-Site
  5. Per Zufall direkt (regional/überregional) aus dem Web kontaktiert

Erläuterungen zu den Kontaktmöglichkeiten

  1. Per eMail die eigenen Mitarbeiter
    Um mehr Identifikation und Motivation am Unternehmen zu erzeugen, sollten in regelmäßigen Abständen Mitarbeiterbefragungen durchgeführt werden. Nur punktuell in großen Abständen stattfindende Befragungen erzeugen nur unnötige Diskussionen und schaden der Produktivität.
  2. Per eMail die eigenen Kunden / Interessenten
    Von wem, wenn nicht von den eigenen Kunden und Interessenten bekommt man die wichtigsten Informationen über die eigenen (auch neue) Produkte und/oder Dienstleistungen. Wirklich wichtige Probleme werden über verschiedene Kommunikationskanäle (z.B. Aussendienst) gefiltert. Wenn der Kunde bei Ihrem Mitanbieter einkauft, ist es zu spät.
  3. Per eMail aus einer vorhandene Befragungs-Community
    Um neue Produkte, Logos, Diensteistungen u.s.w. vor der Entscheidung abtesten zu können, kann eine Studie bei einem Mafo-Institut aus einer Befragungs-Community in Auftrag geben werden.
    Beachten muss man dabei:
    • Wie oft werden die Community-Mitglieder befragt? (Maximal 1 - 3 Mal pro Quartal)
    • Werden die Community-Mitglieder dafür bezahlt? (Sind die Antworten ehrlich?)
    • Seit wann macht das das Community-Mitglied? (Max. 2 Jahre sonst elitäre Bewertungen möglich.)
  4. Per Kontakt die Besucher der eigenen Web-Site
    Je nach Anzahl der Besucher wird die Kontaktanzahl ermittelt. Es sollte mittels sanfter Vorgangsweise ein Kontakt hergestellt werden. Besser eine Zufallsstichprobe, bei der nicht zu allen Besucher ein Kontakt hergestellt wird. Doppelkontakte sollten größtmöglich vermieden werden (Besucher-Vertreibung).
  5. Per Zufall direkt (regional/überregional) aus dem Web kontaktiert
    Bei den klassischen Erhebungsmethoden (Bevölkerungsbefragungen) ist man nach wie vor darauf bedacht, den letzten Schritt der Zielpersonenbestimmung dem Zufall zu überlassen. Denn nur damit können zuverlässige Auswertungen erstellt werden. Die Quotenmethode (Suche z.B. nach Alter, Geschlecht u.s.w.) ist nicht frei von subjektiven Interviewerselektionen der InterviewerInnen (per Telefon, face to face Befr.), und ist daher die schlechtere Methode. Die technischen Möglichkeiten der neuen Online-Befragungstechnologien (z.B. Spontanantworten - einmalige zeitgesteuerte Kurzeinblendung von Logos, automatische Filterführungen, neutrale einmalige Kurz-Info bei vergessener Antworteingabe u.v.m.) eröffnen gegenüber den doch sehr eingeschränkten Möglichkeiten der klassischen schriftlichen Befragungsmethoden (keinerlei Interview-Steuerung) neue Einsatzbereiche der Markt- und Meinungsforschung.

Kleines ABC der Marktforschung

Repäsentativität: Bezieht sich immer nur auf die Definition der Grundgesamtheit; ODER: Jedes Teilchen der Grundgesamtheit muss die gleiche Chance haben, in die Stichprobe zu gelangen.

Grundgesamtheit: Ist die Summe aller gemeinsamen Merkmalsträger einer Studie.

Streuverlust: Höhere Kosten durch schwer erreichbare Zielpruppe (Jaguar-Fahrer).

Freiwilligkeit: Bei der Teilnahme und Beantwortung soll kein Zwang ausgeübt werden (mögliche Antwort-Verzerrungen).

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